Das Esri Anwendertreffen Bayern wird in diesem Jahr am Donnerstag, den 29. November 2018 in Würzburg (in der Zehntscheine des Julius-Spitals, Klinikstr. 1) stattfinden. Wie gewohnt werden ESRI-Anwender von Ihren neuesten Projekten berichten und Sie erhalten Gelegenheit, die neuesten ESRI-Technologien kennen zu lernen.
ZEBRIS wird in der begleitenden Fachausstellung mit einem Stand vertreten sein und über die Möglichkeiten des Flächenmanagements mit LandManager im Gewässer- und Naturschutz informieren.
Brandaktuell stellen wir auch die neuesten Entwicklungen im Bereich LandManager WebGIS vor. Im Fokus steht dabei eine ganz neue Lösung für die Integration von Landwirten bei Kooperationen zum Trinkwasserschutz, die ein exaktes Monitoring von Maßnahmengebieten und so einen großflächigen Schutz von Grundwasserkörpern ermöglicht.

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Der größte Wasserversorger in Luxemburg (SEBES) fördert sein Trinkwasser maßgeblich aus dem Obersauer Stausee. Um die diffusen Einträge aus dem weitläufigen Einzugsgebiet in das Gewässer zu reduzieren, setzen die Verantwortlichen beim Trinkwasserschutz auf freiwillige Kooperationen mit der Landwirtschaft. Gemeinsam mit Naturschutzorganisationen, privaten und staatlichen Beraterinstitutionen und über 100 Landwirten ist vor einigen Jahren ein großangelegtes Projekt entstanden, das als obergeordnetes Ziel eine ressourcenschonende Landwirtschaft hat. Dabei sollen die Landwirte durch fachlich fundierte Beratungen derart unterstützt werden, dass einerseits keine Ernteeinbußen entstehen, andererseits aber eine Überdüngung und so der diffuse Eintrag von Schadstoffen in die Trinkwasserspeicher vermieden wird.
Um die vielfältigen Aufgaben dieser Kooperation im gesamten Einzugsgebiet umzusetzen, wird seit 2016 bereits LandManager als Desktop-Version eingesetzt. Aktuell wird eine zentrale Datenhaltung mit LandManager auf SQL-Server und eine webbasierte Plattform mit LandManager Web aufgebaut, die einen Austausch an landwirtschaftlichen und trinkwasserrelevanten Daten unter allen Akteuren direkt ermöglichen soll. Über Eingaben im LM WebGIS liefern die Landwirte dabei Planungsdaten zu deren Flächen, Kulturen und Maßnahmenprogrammen, die dann für die Beratereinrichtungen als Grundlage für Ihre Düngeempfehlungen verwendet werden. Diese werden den Landwirten im Web und auf mobilen Geräten in speziellen Applikationen wieder zur Verfügung gestellt. Durch die Aufnahme der tatsächlichen Dünge- und Pestizidgaben sowie Ernteinformationen können letztlich Nährstoffbilanzen gerechnet und umfangreiche Berichte und Zeitreihen ausgegeben werden. Gerade im Kontext der aktuellen Klagen der EU gegen Deutschland und andere EU-Staaten wegen der Nichteinhaltung der Vorgaben zur Grundwassergüte könnte dieses Projekt eine Vorreiterrolle zu einem neuen Umgang zwischen Akteuren in der Landwirtschaft und dem Gewässerschutz darstellen.
Technologisch wird dabei der Einsatz von LandManager Desktop auf SQL-Server mit einer Web-basierten Client-Server-Lösungen unter dem Einsatz von ArcGIS Server kombiniert. So können die Vorgaben an ein komplexes Flächen- und Zeitmanagement im gesamten Einzugsgebiet mit den Anforderungen der beteiligten Akteure an komfortable Eingabe- und Auswertungsmöglichkeiten über ein WebGIS und mobilen Komponenten verbunden werden. Die ersten Testphasen sind aktuell bereits durchgelaufen, in Produktion wird das System im Herbst 2018 gehen.

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Der Obersauer Stausee und sein Einzugsgebiet: wichtiger Baustein für die Wasserversorgung in Luxemburg. Quelle: J.Brendel

LM WEBGIS

Die Idee: In LandManager für ArcGIS findet weiterhin die zentrale Geo- und Sachdatenhaltung statt. Daten können gezielt mit LM Web veröffentlicht werden (Intra- und Internet) und ausgewählten Mitarbeitern, Beratern oder auch den Landwirten direkt zu Verfügung gestellt werden.

LM Web dient im ersten Schritt als zentrales Auskunftssystem. Sie können alle in Ihrem Maßnahmengebiet gehaltenen Daten wie Kulturfolgen, Förder- und Maßnahmenprogramme, Bodenproben, Bewirtschafter, Kontrollen etc. mit LM Web im Browser zur Verfügung stellen. Und zwar als Karten (Nutzungs-, Probenahme-, Bewirtschafterkarten etc.) oder detailliert für alle Flächen im Eigenschaftsfenster:

LM Web Auskunft

Durch das Zuschalten von Hintergrundkarten oder aktuellen und historischen Satellitenaufnahmen können Sie wertvolle Zusatzinformationen in Ihre tägliche Arbeit einfließen lassen.

LM Web Hintergrundkarten

LM Web Satellitenbilder

In LM Web können aber auch direkt über den Internetbrowser Flächen von ausgewählten Bearbeitern editiert und Sachdaten (Flächennutzungen, Ertragserwartungen, Maßnahmen, Einsatz von Düngemitteln etc.) eingegeben werden:

 LM Web Datenaustausch

Alle im Web erstellten und eingegebenen Daten werden kontrolliert und verschlüsselt an LandManager zurück geschickt, wodurch Sie komfortabel Ihr Gebietsmanagement auch mit externen Dateneingaben verwalten können. Über LM Web lässt sich damit eine direkte Kommunikation mit den Landwirten und Beratern abbilden, die bis hin zur Düngeempfehlung und Schlagbilanzierung in LandManager führen kann. So kann eine detaillierte und aktuelle Datenhaltung in den Maßnahmenräumen durch Einbindung verschiedener Akteure umgesetzt und gleichzeitig ein Gebietsmonitoring vollzogen werden, dass die modernen Ansprüche eines flächenbezogenen Gewässerschutzes erfüllen kann.

Zusätzlich bieten wir Ihnen an, das aufwändige Flächenmanagement mit der detaillierten Anlage der landwirtschaftlichen Flächen so weit als möglich abzunehmen. Wir kümmern uns um die Anlage und Fortschreibung Ihrer Geo- und Sachdaten und stellen Ihnen als „Software as a Service“ über LandManager Web eine Anwendung mit angepassten Funktionen zur Verfügung, mit der Sie Ihre tägliche Arbeit ohne kostenintensive Desktop-Software und langen Einarbeitungszeiten umsetzen können. Damit sparen Sie viel Zeit für die Datenaufbereitung und -pflege und können sich intensiver um Ihr Kerngeschäft, die Beratung, kümmern.


Nähere Informationen und einen Testzugang zu einem Demonstrator erhalten Sie bei uns oder als Download!

Wir haben mit der Plattform firemaps.net den renommierten Copernicus Masters DLR Environment and Health Challenge Preis gewonnen! Die Preisverleihung erfolgte während der “European Space Week“ in Tallinn, Estland.
Das sagt Jury-Mitglied Dr. Doris Klein (Wissenschaftskoordinatorin der DLR FireBird Satelliten) zu firemaps.net:
«Information über Wald- und Buschbrände haben viele relevante Aspekte, die von der Sicherheit für die Menschen in Gefahrengebieten bis zum Management der betroffenen Ökosysteme reichen. firemaps.net zeigt, wie Erdbeobachtungsdaten in Feuerinformation überführt werden. Indem die Information in anwenderfreundlicher Weise den Verantwortlichen bereitgestellt wird, können diese fundierte Entscheidungen treffen und so negative Folgen von Busch- und Savannenbränden, wie Treibhausgasemissionen oder Schädigung der Bäume, verringern.»

Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

von links nach rechts: Andreas Dipplhofer (AZO), Kathrin Lenvain (AZO), Gernot Rücker (firemaps), Gunter Schreier (Earth Observation Center DLR) Jürgen Brendel (firemaps). Quelle: DLR (CC-BY 3.0)

Copernicus Masters wird oft als "Space Oscars" bezeichnet. Diese Auszeichnung macht uns stolz auf das bisher mit firemaps.net Erreichte und motiviert uns für die nächsten Schritte und die Umsetzung der neuen Features, an deren Entwicklung wir mit Hochdruck arbeiten. Herzlichen Dank an die Jury, das DLR und die Sponsoren des Preises. Unser Dank geht ebenfalls an die Europäische Kommission für die Investition in die Erdbeobachtung mittels der Sentinel Satellitenflotte! Die frei verfügbaren, durch die Sentinels generierten Daten machen erst die Entwicklung von Diensten wie firemaps.net möglich.

Mehr über firemaps.net finden Sie hier

firemaps.net unterstützt Planung und Dokumentation im Feuermanagement mit Informationen zu verbrannter Fläche, zeitlichem Verlauf, verbrannter Biomasse und den daraus resultierenden Treibhausgas- und Partikelemissionen. Diese Informationen werden durch die Kombination von Brandflächen mit hochfrequenten Beobachtungen der brennenden Feuer durch Infrarot-Sensoren in der Erdumlaufbahn errechnet. Die Ergebnisse werden in einer interaktiven Karte im Web bereitgestellt.

Das 37. International Symposium on Remote Sensing of Environment (ISRSE-37) findet in Tshwane, Südafrika vom 8. bis zum 12. Mai 2017 statt. Das diesjährige Thema ist “Earth Observation for Development and Adaptation to a Changing World” (“Erdbeobachtung für Entwicklung und Anpassung in einer sich verändernden Welt”).
Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahrtausend, dass das ISRSE – das führende Symposium zur Umwelt-Erdbeobachtung - in Afrika stattfindet. Dies fällt mit der kürzlichen Verabschiedung der Afrikanischen Weltraumpolitik und –strategie zusammen. Ebenso ist eine rasche Entwicklung im Weltraum- und Erdbeobachtunsgsektor in Afrika zu beobachten. ZEBRIS war in den letzten Jahren auf dem Afrikanischen Kontinent in Projekten zum Feuermonitoring in Tansania und in Nationalparks in Südafrika und Mozambique tätig und unterstützt aktuell das Feuermanagement in der Welterbestätte Comoé National Park in der Elfenbeinküste.

Wir präsentieren firemaps.net an unserem Stand (Nummer 23) auf der ISRSE und berichten von unseren aktuellen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in der Session zu Wald- und Vegetationsbränden (wildfires) am Donnerstag, 9. März. Hier geht es um die Analyse des Feuerverhaltens mit mittel- und hochauflösenden Infrarot-Sensoren. Mehr Infos zu heißen Themen gibt es bei unserem Vortrag zu Monitoring und Analyse von industriellen Gasfackeln im Rahmen des Vortragsblockes „Treibhausgase“ am Mittwoch, dem 10. März.


Lernen Sie mehr auf unseren firemaps.net-Seiten und erleben Sie firemaps.net mit unseren Beispielkarten, z.B. aus Südafrika.

Mehr zur ISRSE37 finden Sie hier: ISRSE 37