Zertifizierung von Kohlenstoff-Bindung in Forstprojekten

Kohlenstoff-Speicherung in Wäldern ist eines der Top-Themen bei den Verhandlungen zur UN-Klimarahmenkonvention. Um eine tatsächliche Einsparung von Emissionen und eine nachhaltige Kohlenstoffbindung zu erzielen und zu belegen, können sich Projekte nach anerkannten Standards zertifizieren lassen. Für größere Auffortsungsprojekte gibt es hierzu den bereits im Rahmen des Kyoto-Protokolls etablierten "Clean Development"-Mechanismus. Daraus erzeugte Zertifikate belegen die Einsparung und sind auf den großen Kohlenstoffbörsen handelbar. Allerdings hat sich im Laufe der Zeit herausgestellt, dass die so erzeugten Emissionsreduktionen nicht im erwarteten Ausmaß realisiert wurden. Daher hat sich ein kleiner, so genannter "freiwilliger" Markt etabliert, über den ebenfalls nach anerkannten Standards erzeugte Zertifikate gehandelt werden. Hierzu gehört der in Deutschland mit entwickelte CarbonFix-Standard, der speziell für Neuauffortsungsprojekte geschaffen wurde.

Im Auftrag der ForestFinance GmbH hat ZEBRIS die Zertifizierung von neun Aufforstungsprojekten in Panama nach dem CarbonFix-Standard mit der Auswertung historischer Satellitenbilder unterstützt. Die ForestFinance Gruppe hat über zehn Jahre Erfahrung in Entwicklung und Vetrieb von ökologischen Waldinvestment-Produkten und ist Vorreiter bei der Umsetzung des CarbonFix-Standards. Durch die von uns durchgeführte Auswertung wurden u.a. Flächen identifiziert, die zehn Jahre vor Projektbeginn nicht bewaldet waren. Diese Ergebnisse dienem dem Nachweis, dass auf den Projektflächen tatsächlich weit vor Projketbeginn kein Wald war, und somit kein Wald gerodet wurde, um danach mit einem Wiederauffortsungsprojekt CO2-Zertifikate zu generieren.