Waldschutzprojekt in Süd-Sumatra

Jedes Jahr in der Trockensaison brennen in Sumatra tausende von großen und kleinen Feuern. Die umliegenden Ortschaften und oftmals auch die benachbarten Gebiete in Singapur und Malaysia werden von einer dichten Glocke aus Dunst und Rauch eingehüllt. In den Sumpfwäldern sind gewaltige Mengen an Kohlenstoff in Torf gebunden. Durch illegalen Holzeinschlag, Umwandlung von Wald in Plantagenland und Feuer ist in den letzten Jahrzehnten ein großer Teil dieser ökologisch sehr bedeutsamen Wälder vernichtet worden. Ein Teil der Flächen wurde in Plantagen umgewandelt, ein anderer ist zu unproduktivem Grasland und verarmten Sekundärwäldern degradiert, die häfig von Feuern heimgesucht werden.

Neben der Vernichtung dieser wertvollen Ökosysteme werden durch die Brände und die Umwandlung der Landnutzung gewaltige Mengen an CO2 und anderen Treibhausgasen freigesetzt.

Der Sumpfwald von Merang in Süd-Sumatra ist eines der letzten größeren bewaldeten Sumpfgebiete inder Provinz Süd-Sumatra. Es beherbergt eine Anzahl von gefährdeten Arten wie zum Beispel Tiger, Tapire und Elefanten.

Im Rahmen eines Pilotprojektes der Umweltzusammenarbeit zwischen Deutschland und Indonesien soll ein Teil des Gebietes unter Schutz gestellt werden. Hierbei wird eine Zertifizierung nach einem anerkannten Standard für verscheidene Emissionen durch Entwaldung angestrebt (REDD). Damit soll der nachhaltige Schutz des Gebietes finanziert werden.

ZEBRIS hat im Jahr 2008 an einer Machbarkeitsstudie in der Planungsphase des Projektes mitgearbeitet. Hierbei wurden unter anderem Szenarien der künftigen Landnutzung entwickelt und die damit verbundenen möglichen Treibhausgasemissionen abgeschätzt sowie Handlungsoptionen mit den Entscheidungsträgern vor Ort diskutiert. In der Folge wurde ein Gebiet von ca. 25.000 ha für das Pilotprojekt reserviert und so die mögliche Umwandlung in eine Papierholzplantage verhindert.

Im Januar 2010 besuchte ein Team der Deutschen Welle das Projekt. Sehen Sie hier, was die Journalisten zu berichten hatten (externer Link zur Deutschen Welle).