Strukturdiagnose von Schutzwäldern mit LIDAR

Der Zustand der Schutzwälder in den Bayerischen Alpen ist großflächig nicht zufrieden stellend. Viele Bestände sind überaltert und ihr Fortbestand ist nicht durch Verjüngung gesichert. Es ist daher notwendig, gefährdete Gebiete frühzeitig zu erkennen und geeignete Pflegemaßnahmen einzuleiten. An der TU München (Fachgebiet Waldernährung und Wasserhaushalt) wurde auf Bestandesebene ein Klassifikationverfahren der Pflegedringlichkeit für Schutzwälder entwickelt. In einem vom Bayerischen Ministerium für Landwirtschaft und Forsten finanzierten Pilotprojekt untersuchen wir in Kooperation mit der TU München Möglichkeiten der Abschätzung von Strukturparametern mittels Laserscannerdaten. Hierbei werden Befliegungen des Bayerischen Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (LVG) verwendet. Diese Daten werden vom LVG zur Erstellung des Digitalen Geländemodells im Maßstab 1:5000 (DGM 5) gewonnen. In der ersten Projektphase konnte in einem Trainingsgebiet gezeigt werden, dass das aus Laserscanner-Daten gewonnene Kronenoberflächenmodell im Trainingsgebiet gut mit am Boden überprüften Baumhöhen übereinstimmt. In der zweiten Projektphase werden Bodenaufnahmen zur Schutzwaldklassifikation mit Ergebnissen der Fernerkundung verglichen und eine Klassifizierung der Pflegedringlichkeit durchgeführt.