Ableitung von Kennzahlen zur Waldbewertung

Bergwälder bieten viele wichtige Funktionen für Natur und Gesellschaft. Dabei bieten Bergwälder Erholungsfunktionen, tragen zum Schutz der Natur und Umwelt bei und liefern obendrein den nachwachsenden Rohstoff Holz.
Im Rahmen der Bergwaldoffensive werden deshalb in vielen Projektgebieten Anstrengungen unternommen, um den Bergwald zu schützen, zu entwickeln und auf neue Anforderungen im Rahmen des Klimawandels vorzubereiten. Hierzu gehören unter anderem Pflanzungen, Jagdkonzepte, Wegebau, waldbauliche Maßnahmen und das Monitoring der Gebiete.
ZEBRIS unterstützt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Traunstein mit Fernerkundungsmethoden bei der Umsetzung von Flächentausch im Projektgebiet Grünstein an der Grenze zum Nationalpark Berchtesgaden bei Schönau. Durch die vorherrschenden kleinteiligen Besitzverhältnisse ergeben sich für die Akteure keine sinnvollen Bewirtschaftungseinheiten zur Bewirtschaftung und Pflege der Wälder. Daher soll in Abstimmung mit den Waldbesitzern im Rahmen der Bergwaldoffensive eine Flächenbereinigung im Rahmen eines freiwilligen Landtauschs umgesetzt werden. Aufgrund der schwierigen Geländeverhältnisse soll die Ermittlung des Waldwertes der aufstockenden Bestände auf der Grundlage von Laserdaten und Farbinfrarot-Luftbildern vorgenommen werden und die Werte für die einzelnen Flurstücke daraus abgeleitet werden. ZEBRIS führt die Auswertungen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf durch und stellt dadurch Basisinformationen in Form von Bestandesvolumen und Bonität (Leistungsfähigkeit der Wälder) für die Bewertung der Flächen und die Durchführung des freiwilligen Flächentausches bereit.

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